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wie kOmm ich endlich raus aus dem tief?

Als ich selbst ganz tief im Leiden gesteckt habe und alle Fühler nach Hilfe ausgestreckt hatte, hat es mich immer ein wenig abgeschreckt, dass eigentlich alle Angebote zu Lebenshilfe, spirituellem Wachstum, Selbsthilfe usw., die ich so im Netz fand, irgendwie immer nur die lichtvolle Seite zeigten, also quasi den Zustand NACH einer kompletten Heilung (wenn es das denn überhaupt gibt).

Klar, man kann sagen, es gibt schon genug Schatten auf der Welt, da tun solche Angebote, die nur das Licht zeigen, schon gut. Ja von mir aus, das stimmt. Aus meiner eigenen Erfahrung jedoch weiss ich, dass einem, wenn man im tiefsten Sumpf watet, im dunkelsten Keller verloren ist, all diese Inszenierungen von gutgelaunten, strahlend schönen und vor allem ERFOLGREICHEN UND GLÜCKLICHEN Menschen genau NICHTS bringen. Höchstens noch mehr Schmerz. Wie gesagt, ich rede nur von mir, aber mir gelang es jedenfalls nicht, mich für ihre Hilfe zu öffnen, möge sie auch noch so ernst gemeint und gut gewesen sein. Ich fühlte mich dann nur noch mehr allein als zuvor.

 

Damals habe ich gelernt,

dass man gerade diese tiefdunkle

und schmerzhafte Zeit einfach

ALLEIN durchschreiten muss

.


Aber ja klar, auch das trug dann ein Geschenk in sich. In diesen Zeiten habe ich gelernt, dass einem im Grunde niemand helfen kann. Dass man gerade diese tiefdunkle und schmerzhafte Zeit einfach ALLEIN durchschreiten muss. Um Vertrauen auf existentieller Ebene zu lernen. Und um die Erkenntnis wachsen zu sehen, dass das Leben selbst es ist, welches uns hilft. Nämlich mit allem, was es uns bringt. Was es auch sein möge. Auch wenn wir vieles von dem, was es uns bringt, als Schmerz oder Ungemach einordnen und erstmal aus reiner Gewohnheit ablehnen. Das Leben ist immer auf unserer Seite. Immer. Es schaut für uns in diesen dunklen Zeiten vielleicht nur nicht danach aus. Aber genau das ist die Art, wie das Leben hilft: Indem es dich nicht verschont.
Es ist unendlich geduldig und liebevoll und wählt immer den sanftesten Weg, um dich auf die richtige Spur zurückzubringen. Aber verschonen tut es dich nicht.

 

Genau das ist die Art,

wie das Leben hilft:

Indem es dich nicht verschont.

 

 

Natürlich schreiben und erzählen auch viele andere von diesen Wahrheiten. Nur eben, wenn du drin steckst, was nützt es dir, wenn ein anderer davon erzählt, dass und wie gut er es überstanden hat?

Davon ausgehend, und weil ich irgendwann angefangen habe, in diesen dunklen Momenten für mich selbst Audios aufzusprechen und Notizen zu machen, bei denen dann immer öfter auch von oben reingefunkt wurde, habe ich mich entschlossen ein oder mehrere Ausschnitte davon hier zu teilen.

 

Ich möchte nicht nur sagen,

ich möchte ZEIGEN,

dass es nicht nur dir so geht.

 

Ganz wichtig dabei ist der Fakt, dass ich diese Dinge nicht etwa live teile, sondern erst, nachdem ich sie in mir transformiert, integriert habe. So ist es kein Jammern, sondern ein Teilen, ein Informieren. Ich möchte authentisch zeigen, wie es sein kann, kurz bevor der neue Tag anbricht, dann also, wenn es am allerdunkelsten ist.

Ich möchte nicht nur sagen, ich möchte ZEIGEN, dass es nicht nur dir so geht.

Wir alle haben diese Momente oder auch lange solche Phasen, aber keiner zeigt sich so. Muss auch nicht, denn Schutz ist in diesen Momenten sehr zentral. Jedoch, wenn wir gegen aussen (auch im Nachinein) immer alles runterspielen, oder als eigene "Schwäche" darstellen, untermauern wir damit das kollektive Verständnis, dass hochkommende Traumata, Depression und ihre vielen Schwestern unerwünschte Gäste, oder Krankheiten seien, anstatt diese Dinge als integrale Prozesse auf dem Weg zu einer erfüllten Existenz als ganzer, heiler Mensch zu verstehen. So verschonen wir uns selbst und die anderen nur wieder vor der Wahrheit. Daran glaube ich nicht. Zu einem ganzen Menschen gehört genausoviel Licht wie Schatten.

 

Zu einem ganzen Menschen

gehört genausoviel

Licht wie Schatten.

 

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich natürlich (leider) längst nicht in allen schweren Momenten aufgezeichnet habe und auch, dass andere noch ganz anderes durchzumachen haben. Die Ausschnitte sollen aber exemplarisch verstanden werden. Und als Inspiration. Wer weiss, vielleicht bricht bei dir ja auch gerade dann der Kontakt "nach oben" durch, wenn die Nacht am dunkelsten ist. Mir hat allein schon das Aufschreiben, jedoch besonders das Reden, das laut aussprechen, geholfen. Wenn du ähnlich tickst, probier es doch aus. Oft sieht man die Lösung prompt, sobald man sich das Problem laut sagen hört oder es einfach nur schwarz auf weiss zu lesen bekommt.


Oft sieht man die Lösung prompt,

sobald man sich das Problem

laut sagen hört oder es

einfach nur schwarz auf weiss

zu lesen bekommt.


Und ja, in Zeiten von tiefem Schmerz, wenn wir ihn zulassen, ist eben auch unser Herz besonders offen. Weshalb ich dich ermutigen möchte, gerade dann mal in dich reinzuhorchen, ob du Kontakt zu deiner geistigen Führung aufnehmen kannst.

Ah und noch was: Auch im Nachhinein ist so eine "Chronik der Nacht" etwas sehr Schönes. Denn sie ist nichts anderes als eine Chronik des Erwachens. Wenn ich jetzt diese Momente in meinem Leben nachlese oder -höre, mich Wünsche, tiefe, verzweifelte Herzenswünsche nach Heilung, Einsicht oder Befreiung aussprechen höre und dann sehe: "Hey, das ist ja tatsächlich mittlerweile eingetreten! Wow und das damals ist ja noch gar nicht lange her!?", dann erhebt mich das so und stärkt mein Vertrauen ins Leben gleich noch mehr. Also auch das ein Tipp: Sprich deinen Wunsch nach Heilung, nach Einsicht, nach Lösung laut aus.

 

Sprich deinen Wunsch

nach Heilung, nach Einsicht,

nach Lösung laut aus.

 

Fühle dich voll da hinein, spüre den Wunsch in jeder Faser deines Wesens. Gib deine ganze Seele hinein - wenn es denn auch wirklich dein Wunsch ist, erlöst zu werden. Und dann erwarte nichts. Wahrscheinlich wird dich schon das reine Aussprechen erleichtern - und die Wandlung beginnt.

Alles Liebe. Suva.


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