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❀ geschätzte fahrgäste ❀

Erstmal noch ein Nachtrag zur letzten Blütenlese:

Ja, war ja klar. Das war wohl etwas zu sehr geblufft mit dem „Stille Sein in der Stadt“ haha. Mein Zweifel darüber, dass ich diese Stille, von der Seneca schrieb, jemals für längere Zeit in der Stadt werde wahren können, ist mit voller Wucht zurückgekehrt. Und damit die Sehnsucht, in der Natur zu leben. So eine Betonwelt ist einfach schon unmöglich! Aber tja, alles ändert so schnell...(s. Punkt 2) Morgen liebe ich es bestimmt wieder ;)

 

Und jetzt zu jetzt:

 

1. Mein 100%-Job.

2. JA! FAST!

3. Weltbildjonglage.

4. OMG, GOTT?! Stress mit diesem Wort?

 

 

1. Mein 100%-Job.

Ok, es muss jetzt einfach mal gesagt sein. An alle, die in Versuchung geraten zu meinen, Leute wie ich verplempern ihre Zeit, spazieren bisschen in der Gegend rum, sind bissle deproid oder sonstwie zu bemitleiden, hören dann wieder bitzeli den Vögeli zu und tippen oder sprechen ab und zu ein paar nette Zeilen: Obacht! Der Schein trügt. (Tut er immer). Was nach aussen hin nach nem langweiligen Alltag aussieht, beinhaltet auch harte Arbeit und ist so voll von Abwechslung, dass einem manchmal schwindlig werden kann davon. Und: Ich vermute, wer nachhaltig an einem gesunden Leben interessiert ist, wird nicht daran vorbeikommen, diesen Job auch zu tun. Mehr lesen...

 

 

2. JA! FAST!

Es fiel mir die letzten Tage besonders schwer, die Kurve zu kriegen. Bzw. nicht von der Fahrbahn abzukommen. Das Leben besteht wohl eh nur aus Kurven aber zur Zeit werden sie irgendwie immer enger und das Fahrzeug fährt immer schneller und ist immer schwerer zu kontrollieren!

 

Vielleicht kommt dir dieses anstrengende Auf und Ab und Hin und Her bekannt vor. Wisse: Auch wenn es oft unaushaltbar scheint, es ist normal. Kurz vor der Befreiung, vor dem Durchbruch geht es, MUSS es immer rascher hin und her gehen und immer heftiger werden. Was jetzt noch richtig schien, ist gleich darauf doch die falsche Wahl gewesen, wen wir in diesem Moment lieben, glauben wir im nächsten zu hassen, was die einen Aktivisten sagen, scheint uns vollkommen einzuleuchten und schwupps, werden sie schon durch die Gegenseite als Lügner entlarvt und und und. Mir hilft dann eigentlich meist nur noch diese Erkenntnis: Ich weiss es nicht! Ich kann es eh nicht wissen! Das Leben wird's schon wissen. Und ich lasse es jetzt einfach mal laufen. Nüüt dranne mache.

Je ärger uns das Leben ins Schlingern bringt, desto eher sind wir dazu eingeladen, die Kontrolle aufzugeben und ins Vertrauen zu gehen. Das Steuer loszulassen. Sobald etwas reif ist, wird es eh klar sein und jedes darüber Nachdenken wird gegenstandslos. Dann kann man sich das Kopfzerbrechen ja gleich von Anfang an sparen.

Ein ziemlich einleuchtendes Bild dafür ist der Orgasmus: Ja, nein, ja, nein, jaaa, neeein, JAAAAAAAAAA!! Aber er endet immer im Ja ☺ Also don't worry. Wir sind wirklich fast soweit!! ;) (und jetzt lies den Text nochmal von vorn und lach dir einen ab) :D

 

Und noch ein Tipp: Wenn es mir wegen dem nie enden wollenden Auf und Ab sehr dreckig geht, dann hilft mir immer auch: FASTEN! Ein Tag lang nur Wasser oder Tee ist schon sehr, sehr heilsam. Meist ist unser Unwohlsein nämlich auch gekoppelt an etwas Stoffliches, das den Körper belastet und jetzt verlassen möchte. Sobald es ausgeschafft ist, geht's dir wie von Zauberhand besser.

 

 

3. Weltbildjonglage

Was ich ja mindestens so gern mache, wie forschen und Wahrheit finden, ist: Weltbilder herausfordern :) Ich bin der Meinung, in einer Welt wie der unseren, in der jetzt wirklich dem Hinterletzten aufgefallen sein muss, dass wir mit uns selbst und dem Planeten in rasantem Tempo in Richtung Verderben fahren, wenn wir so weitermachen wie bisher, ist es doch unsere Pflicht, alles zu hinterfragen, was uns einfach so eingetrichtert wurde und wird! Jedenfalls unbedingt und mindestens das, bei dem wir selber merken, dass es uns nicht guttut. Hinterfragen und nicht einfach ungeprüft hinnehmen! Genau dazu fordere ich dich übrigens auch nachdrücklich in Bezug auf meine eigenen Zeilen auf. Ich weiss nämlich nichts. Ich schreibe es nur auf ;)

 

Oh und jetzt, eben, Weltbilder.

 

Ich möchte dir an einem Beispiel, das ich selbst erlebt habe, erklären, warum wir das Gut-Böse-Spiel jetzt langsam in die Ludothek zurück bringen können. Denn: ALLES ist ein Geschenk. Ja, auch und gerade das, was dir so richtig eine miese Zeit bereitet. NICHTS muss abgelehnt werden. Allein durch das Ablehnen des eigenen Schicksals, machen wir es uns eigentlich zum Leiden.

 

Ich wurde in dieser Welt in verschiedenen Bereichen mein Leben lang unterdrückt (und so geht es ALLEN mehr oder weniger). Konnte mein wahres Wesen nicht zeigen. Ich hatte sehr viel Groll und Trauer, als mir das aufging. Aber dann bekam ich von oben das Bild eines Staudamms. Und was passiert, wenn er so lange gestaut wurde, dass er bricht oder wenn alle Schleusen gleichzeitig geöffnet werden. Diese Metapher zeigt wunderschön: Was lange unterdrückt wird, gewinnt dadurch eigentlich nur Unmengen an Kraft und eines Tages wird es durchbrechen und... Deswegen danke ich allen, die mich je unterdrückt, ausgelacht, abgelehnt haben! Und bin gespannt, was kommt..

 

Kollektiv gesehen ist es zum Beispiel mit der Unterdrückung der Frau genau das Gleiche. Allein deshalb, weil wir so lange unterdrückt waren und sind, können wir jetzt mit gebündelten Kräften ins neue, weibliche Zeitalter starten. Ich wiederhole: Was lange unterdrückt wird, gewinnt dadurch Unmengen an Kraft und eines Tages wird es durchbrechen. Die Frage ist jetzt nur noch WIE wir diese Kraft nutzen. Ich vertraue darauf, dass wir weise genug sind, sie konstruktiv zu nutzen, weil wir auf tiefer Ebene verstehen, dass wir den Groll aufgeben können und es nichts zu Rächen gibt.

 

4. OMG, Gott?! Stress mit diesem Wort?

Mir fällt immer wieder auf, dass man bei einigen Leuten mit dem Wort „Gott“ leicht in Ungnade fällt. Es sind meistens sehr intelligente Leute, die sich oft auch besonders weltoffen geben. Bei diesem Wort jedoch löscht's ihnen ab ☺ Ich kann es sehr gut verstehen, ich selbst hatte auch mal diese Abneigung dagegen, die jedoch eigentlich nur eine Ablehnung gegen die Institution Kirche war, die mich als Kind zu Dingen zwang, die ich nicht wollte, oder später meine Ablehnung gegen das Missionieren gewisser Freikirchen.

Aber. ☺

Die Zeit ist gekommen, sich nicht mehr von baren Worten in die Irre führen zu lassen (s. Auch Punkt 2). Was sind schon Worte? Man kann sie für alles mögliche missbrauchen, leider. Worte an sich können aber doch nie die Wahrheit selbst sein. Wenn ich Apfel schreibe, IS(S)T das ja noch lange keiner! Und das trifft beim Wort „Gott“ wohl ganz besonders zu ☺ Ich könnte für das, was ich damit meine, ja auch einfach sagen „Das Leben“ oder „Das Ganze“. Die Wahrheit ist immer nur in den Worten versteckt oder noch besser liegt hinter den Worten. Und sie kann nur GEFÜHLT oder GEWUSST werden. Und wenn man nicht aus ERFAHRUNG WEISS, was ein Apfel ist, ja...dann bleibt es schwierig. Man kann dem anderen glauben, der schonmal Äpfel gegessen hat. Oder man kann sich selber auf die Suche nach einem Apfel machen ;)

Womit wir auch wieder Bände füllen könnten, aber ich belasse es hiermit und...gehe beten....oder so;)

 

 

Alles Liebe.

Suva