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tag der wunder

Das Leben ist Poesie.

 

So sehr bin ich gerade diese Poesie, diese Zartheit, dass es sich anfühlt als wechsle mein Körper den Aggregatszustand. Von fest zu gasförmig. Der Wind weht mitten durch mich hindurch, ich bin Wind, ich fühle mich leicht und schwebend wie Luft.

Ich frage mich ernsthaft ob ich so aufstehen kann und gehen.

(Es hat geklappt, wenn auch sehr tapsig)

 

Verletzungen passieren durch Verspanntheit, Härte. Ein Wesen, das total mit dem Leben fliesst, jede Zelle, jeder Muskel weich, entspannt, geschmeidig, verletzt sich kaum, selbst wenn es hinfällt oder sich stösst.

 

Erleuchtung ist nur eine Frage der Entspannung.

 

Das Leben wieder in mich einströmen fühlen nach diesem kurzen aber schmerzhaften Taucher in kratzig-harten, schwarzen Asphalt ist wie Neugeborenwerden. Und das ist es tatsächlich auch. Mit dem Leben fliesst auch das Upgrade der Software mit ein.

Mein Leben beginnt heute neu.

 

Das Weibliche ist so unendlich zart und weich...ein Hauch. Das Leben selbst. Ja, das Leben IST Zartheit, Weichheit.

Ist denn nicht eine Leiche, ja alles Tote, hart, dürr, kalt?

Durch das Leben selbst kommt Weichheit, Wärme, Geschmeidigkeit in den Körper.

 

Immer wenn wir wie verbissen unbedingt zuerst den anderen helfen wollen, zeigt das, dass wir vor einem eigenen, dringenden Wachstumsschritt davonrennen.

 

"Ich will was von dir" sagen wir und verstehen darunter meist nur das Eine. Dabei ist es auf viel wörtlicherer, tieferer Ebene wahr. Wir verlieben uns, fühlen uns angezogen von dem, der etwas hat, was uns fehlt. Und genau das ist es auch, was wir eigentlich von ihm wollen.

 

Wir können die Herzen anderer nur öffnen, wenn wir unseres ungeachtet ihrer Verschlossenheit offen halten.