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❀ das ende des dramas ❀

Phu, was für eine Fahrt die letzten Tage. Offenbar hab ich grad die Aufnahmeprüfung im Fach „Trigger, Drama und Selbstverantwortung“ abgelegt. Ich hoff ich hab bestanden, denn ich habe grosse Lust an den Themen weiterzuarbeiten. Unfassbar in welchem Ausmass wir darin bisher gefangen waren!

 

Da gab's also erstmal den Prüfungsteil „Drama“, etwas, was viele von uns richtiggehend hassen. Ich kann's verstehen, es ist auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung stundenlang über irgendwelchen Gugus rumzuzetern und dabei allerlei Schmerz einzustecken und auszuteilen... Aber es passierte immer wieder und der Leidensdruck war immens, also habe ich mir vorgenommen herauszufinden, WARUM, warum, lieber Himmel WARUM bloss?! Natürlich kann man den Grund wiedermal herunterbrechen auf: Mangel an Achtsamkeit und Erkenntnis. Damit isses aber natürlich noch nicht gelöst ;) Wenn du dich auch dafür interessierst dich von Drama zu befreien, dann kannst du hier eine etwas ausführlichere, aber dennoch sehr einleuchtende und kurze Zusammenfassung lesen.

 

 

Auch sehr wichtig in dem Zusammenhang ist, dass wir die Natur der Trigger verstehen lernen. Jemand sagt oder tut irgendwas und wir sind von 0 auf 100 gleich total deppert drauf. Man nennt es auch „uns wurden die Knöpfe gedrückt“, was es sehr gut trifft. Durch eine Situation wird in uns ein ganzes Programm an Verhaltens- und Reaktionsmustern ausgelöst, dem wir bisher hilflos ausgeliefert waren. Es spulte sich einfach ab und wir konnten es nicht aufhalten. Meistens mit dem Resultat Scherbenhaufen, weil wir denken, der andere ist der Löli (der Schuldige). Auch hier gilt es das Miss- bzw bisherige Unverständnis zu erkennen, und zu sehen, dass diese Trigger tatsächlich grosse Chancen sind. Dazu erhielt ich kürzlich schöne Post von oben, die du hier nachlesen kannst.

 

 

Uuund, ganz neu wieder ganz vorne dabei: Selbstverantwortung. Uff. Da muss ich die Karten dieser Tage auch nochmal ganz neu mischen.

 

„Es tut mir Leid“ ist nicht dasselbe wie eine Entschuldigung. Und keins von beidem sollte man gedankenleer verwenden.

 

Wenn ich jemandem Schmerz zufüge, und dann bei mir selbst nachschaue, merke ich ja sofort, dass ich in Wahrheit (auch) mir selbst gerade weh getan habe. „Es tut mir Leid“ ist da wohl angebracht und wirklich wörtlich zu verstehen. „Es tut mir weh, es fügt mir Leid zu, dass ich dir das und das....“ Ja, das ist wahr.

 

Wenn wir uns aber entschuldigen...hmm...das find ich dann schon nich so 2018, muss ich sagen. Denn was sagen wir, wenn wir das sagen? Erstens bekennen wir, dass wir immer noch an Schuld und Unschuld glauben, an Täter und Opfer, an falsch und richtig, an VERURTEILUNG, an Drama. Und zweitens streifen wir damit doch feige und kindisch unsere Verantwortung ab für das, was wir getan haben. „Entschuldigung“ ist so leicht gesagt! Zu allem! Und mit „Sorry“ ist es grad noch ärger.

 

Hmm ich müsste jetzt noch eine Weile dazu weiterschreiben, aber ich will mich lieber von der Sonne küssen lassen (die Muse hat ja schon hihi) :) Viel Spass beim Selberweiterdenken! ♥

 

 

Alles LIEBE

Suva