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Wei(bli)che Macht

  

Das Sein muss an erster Stelle stehen.

Das Sein war ja auch zuerst da!

 

Aus dem Sein heraus muss alles kommen, alles geschehen, alles sich abspielen.

 

Denn das Leben IST. Es tut nichts mit Anstrengung, es will nichts erreichen. Es zerrt und es vergewaltigt nicht. Alles in ihm passiert einfach von alleine. Es fliesst, weich wie Wasser.  

 

Wenn wir anfangen zu glauben, wir müssten etwas TUN, kehren wir die Wahrheit um und haben somit das ganze Leben gegen uns. Alles fliesst in eine Richtung, nur wir stellen uns quer, nur wir wollen in die entgegengesetzte Richtung. Das Resultat: Mühsal, Leiden, Erschöpfung, Unzufriedenheit, Krankheit usw. Der ganz normale Alltagswahnsinn von zig Tausend Menschen im Westen. 

 

Das Sein wurde nicht von ungefähr aus unseren Leben verdrängt: Jemand, der im Sein zu Hause ist, ist weniger manipulierbar, weniger benutzbar, also von geringem Nutzen für das System.

Menschen hingegen, die sich haben einreden lassen, dass sie sich ihren Wert erst verdienen müssen, indem sie irgendetwas TUN, leisten oder bieten, sind leichte Beute und lassen sich sogar freiwillig versklaven.

 

Es sind in unserer Gesellschaft die Frauen, die häufiger an Depression erkranken, genau aus diesem Grund. In unserem System werden zwar alle Wesen unterdrückt, aber nichts wird so sehr unterdrückt wie die weibliche Energie, das Sein.

 

Warum?

Weil es die für das System gefährlichste Sache ist.

 

Deshalb gilt umgekehrt:

Es ist für die Gesundung der ganzen Gesellschaft unabdingbar, dass alle, und zum jetzigen Zeitpunkt besonders die Frauen, sich an ihre ureigene weibliche Qualität erinnern und sich darin wieder gegenseitig stärken.

 

Frauen, und alle Menschen, welche dem Weiblichen in sich die Führung überlassen, können allen andern die Süsse des Seins wieder in Erinnerung rufen.

 

Wenn Frauen allein unter sich sind, erinnern sie einander mit Leichtigkeit daran, dass Sein allein genügt und was für ein wonnevoller Genuss es ist einfach zu sein. Zu spielen. Das am Leben Sein zu geniessen. 

Es ist zentral, dass sich Frauen untereinander treffen und austauschen oder einfach gemeinsame Zeit geniessen, in der es kein Müssen gibt, kein Ziel und keinen Druck (und das täte auch den Männern gut!).

In der von Leistungsdruck und Zielorientiertheit geprägten Gesellschaft hat das Weibliche keinen Raum. Wir müssen ihn uns wieder schaffen.

 

Das heilsamste und schönste Geschenk, das wir uns machen können, ist Raum, der geprägt ist von Liebe, Annehmen und Dürfen. Einen sicheren Raum, in dem es leicht fällt loszulassen, zu vertrauen und sich zu öffnen, weil keine Rüstung, kein Fluchtplan und keine Masken gebraucht sind. Hier können wir uns von Herz zu Herz begegnen und vielleicht zum ersten Mal (seit langem) in diesem Leben in Kontakt kommen mit der Kraft, die entsteht, wenn menschliche Herzen sich vereinen.

 

 

Vom Weiblichen aus, das in allen Menschen ist, jedoch natürlicherweise in erster Linie von den Frauen aus, wird diese Heilung sich weiterwinden und auf den Rest der Gesellschaft abfärben, ja regelrecht überschwappen. 

 

Die Heilung für diese geschundene Welt wird in erster Linie durch die Frau kommen.

 

Es ist an ihr. An dir und an dir. Es ist an uns mit dem Warten aufzuhören. Mit dem Warten auf den oder die Männer, dem Warten auf die anderen, auf die Gesellschaft, dass sie es endlich kapieren und unser Leben dadurch endlich wieder schön wird.

Nein, jetzt ist es an uns.

 

Und es ist höchste Zeit.

 

Frauen, vereint euch und stärkt eure ureigene Kraft.

Männer macht euch auf die Suche nach eurer inneren Weiblichkeit.

 

Das Weibliche hat die Macht, diese Menschheit zu heilen.

Es IST die Macht. Denn wahre Macht ist weich.