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❀ Hier ist das Glück ❀

Liebe Blütenlesenden

 

 

„Unser Glück liegt nicht ausserhalb von uns, sondern in uns drin...“

 

„Du musst in dir nachschauen..“

 

bla...

bla...

bla...

 

 

Ich muss aufpassen, dass das nicht zur Floskel wird. Natürlich ist es für viele längst eine geworden, aber ich kann nicht lockerlassen, es immer wieder auf neue Art zu beleuchten zu versuchen und so lebendig zu halten, denn ich sehe:

Es ist noch nicht genug bei uns angekommen! :)

 

 

Das Leben schenkt mir gnadenvollerweise immer wieder neue Perspektiven, führt mich auf immer neuen Wegen zu immer derselben Wahrheit: ALLES kommt von innen. Und jedes Mal ist die Erkenntnis neu und erquickend wie der erste Tag. So gibt es für mich nichts lebendigeres als das.

 

 

Um uns immer wieder neu mit der Wahrheit bekannt zu machen, muss uns das Leben aber auch immer wieder von ihr wegführen.

 

 

Dann fallen wir für eine Weile zurück in alte Geleise. Aus lauter, uralter Gewohnheit und weil die lautesten Stimmen (in und ausserhalb unseres Kopfs) es auch so behaupten: „Oooh, du bist nur unglücklich, weil du Single bist. Ah, du bist nur unglücklich, weil du den falschen Partner hast. Nein, warte, es liegt am Job, ja der Job ist es! Und die Wohnung, ach du musst einfach umziehen! Oder am besten: Reisen gehen! Ja, hier in diesem trostlosen Klima kann man ja nicht glücklich sein!“ Und so weiter....

 

Und alles, was uns das bringt, ist: Noch mehr Stress.

 

 

Das ging mir letztens nach einem You-Tube-Versumpfer wiedermal auf, als ich ein „Ich-habe-meinen-Traum-verwirklicht-und-bin-jetzt-glücklich-für-den-Rest-meines-Lebens-Video“ nach dem anderen reingezogen hab und dabei immer unglücklicher wurde.

 

 

Nichts gegen das Verwirklichen von Träumen, oh nein, gar nicht! Aber die Haltung machts. Passieren mir diese Dinge einfach wie von Zauberhand, wie nebenbei? Bin ich in meiner höchsten Freude, während ich etwas dafür tue, oder bin ich am Krampfen, am Erreichenwollen, am Druckmachen?

 

 

Es mag temporär zufriedenstellen, wenn man ENDLICH seine Traumdestination bereist, ENDLICH heiratet, ENDLICH Kinder kriegt, ENDLICH dies und ENDLICH das. Aber wenn die Motivation dazu aus Mangel entstanden ist, kann das Glück nicht von Dauer und Tiefe sein. Das Glück, das wir über angestrengtes Anpassen der äusseren Welt zu erlangen versuchen, ist nicht wahres Glück. Jenes Glück, nach dem wir uns alle sehnen, wurzelt in uns selbst, in der Fülle, und ist unabhängig von jeglichen äusseren Umständen.

 

 

Aber ja klar, es ist eine grosse Versuchung und es passiert leicht, dass wir ihr auf den Leim gehen. Plötzlich erscheint es uns als DIE Lösung, als DIE Garantie zum Glück, wenn wir umziehen, reisen, einen neuen Partner suchen, kinderkriegen oder was auch immer wir grad für Möglichkeiten im Aussen finden.

 

Dabei, wenn wir genauer hinschauen, entdecken wir, was all diesen äusseren Wünschen im Kern eigentlich zugrunde liegt; worauf wir sie alle herunterbrechen können:

 

Auf Liebe. Zu Hause Sein. Erfüllt Sein.

 

Wir wollen ja eigentlich gar nicht die neue Wohnung an sich, wir sehnen uns nach Frieden, Geborgenheit, zu Hause Sein. Wir wollen gar nicht reisen nur wegen des Reisens allein, wir wollen dieses Glück, diese Freiheit, diese Lebensfreude, die wir dann fühlen. Und vielleicht wollen wir gar nicht Kinder um ihrer selbst willen, sondern, weil wir uns nach Liebe sehnen, nach Glücklichsein, Erfüllung, Sinn und Zugehörigkeit.

 

 

Und all das lässt sich eben herunterbrechen auf Liebe. Bei diesen Wünschen geht es uns immer nur darum. Wenn wir ganz ehrlich sind. Es geht immer nur darum, dass wir die Liebe vermissen. Und da sehnen wir nicht falsch. Aber das sollten wir nicht aus den Augen verlieren, indem wir uns auf Situationen, Dinge oder Personen im Aussen fixieren.

 

 

Mit der Liebe kommt die Fülle, kommt die Lebensfreude, kommt die Geborgenheit, die Zugehörigkeit, das zu Hause Sein, der Frieden, kurz: Das Glück.

 

 

Nur dieses Glück ist echt. Nur dieses Glück wird uns zu vollständigen Menschen machen.

 

 

Wenn wir es wiederfinden, wird die Welt zum Zauberland

und unser Leben zu einer einzigen abenteuerlichen Reise,

egal ob wir uns gerade in Kleindietwil

oder auf den Maledieven befinden.

 

Wenn wir dieses Glück wiederfinden,

sind wir ohne Unterlass zärtlich gehalten,

gestreichelt, beschützt und geliebt von der Existenz selbst,

so dass der Traummann sein Pensum getrost reduzieren kann.

 

Wenn wir das wahre Glück finden,

dauert unsere Hochzeit nicht nur einen Tag,

sondern mit guter Wahrscheinlichkeit den Rest unseres Lebens.

 

Wenn wir es wiederfinden,

gewinnen wir unsere eigene Kindlichkeit und Unschuld zurück

und unser Leben wird Staunen, Spielen, Genuss, Wunder

– ganz ohne den Stress von Windelnwechseln und Co;)

 

 

Versteh mich nicht falsch. Es ist absolut nichts gegen alle diese schönen Träume einzuwenden! Im Gegenteil! Alles, was mehr Liebe auf die Erde bringt, ist höchst willkommen. Jedoch sind wir angehalten aufzupassen, diesen Träumen nicht wie Zielen hinterherzurennen. Sie nicht wie To Do's abzuhaken und somit, aus reiner Unbewusstheit, andere Menschen für unser Glück zu instrumentalisieren.

 

 

Wenn wir zuerst das wahre Glück, die Liebe finden, dann sind all die Dinge im Aussen natürlich trotzdem möglich und wundervoll, aber sie sind kein Muss mehr, kein Ziel, kein Druck. Wir sind befreit und befreien damit auch unsere Mitmenschen, weil wir sie nicht mehr für unser Glück brauchen/missbrauchen, benutzen/ausnutzen.

 

Sobald wir in der Liebe sind, sind die äusseren Umstände egal. Oder anders: Sobald wir in der Liebe sind, sehen wir, dass die äusseren Umstände perfekt sind. So wie sie eben gerade in dem Moment sind.

 

 

Das ist Befreiung.

 

 

 

Alles Liebe

Suva

 

 ...Ich liebe oder ich leide. Die beiden Worte sind wohl nicht per Zufall wie Spiegelbilder voneinander!