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❀ erkenne dich selbst ❀

Liebe Blütenlesenden

 

Fakt ist, wir wollen ein gutes Leben. Und daran ist nichts zu rütteln, das sollen wir nämlich auch haben!

Ich wollte grad schreiben „aber es wird uns nicht auf dem Silbertablett serviert“, aber sogleich merkte ich, doch, das wird es eben genau, wir wollen es bloss nicht wahrhaben!

 

Wir schieben immer wieder verächtlich das Silbertablett von uns weg, das uns das Leben serviert! Warum? Weil wir glauben zu wissen, was stattdessen auf diesem Tablett daherkommen sollte. Weil wir glauben zu wissen, mit unserem begrenzten Verstand, was jetzt daherkommen müsste, um unser Leben gut zu machen.

 

Haha, ich muss so lachen. Denn einerseits habe ich vollstes Mitgefühl für diese einfach so menschliche Reaktion, und andererseits sehe ich, wie sehr wir unsers Leids eigener Schmied sind.

 

Es ist wirklich so: Das Leben liefert uns ständig nur Gold und Diamanten, aber wir sind verblendet und denken, es bringt uns nichts als Schrott und Müll! Ich muss lachen, weil das gleichzeitig so arrogant, aber eben auch so ein Ausdruck unserer Unwissenheit, unserer Verwirrung ist und ich habe tiefes Mitgefühl für uns Menschen in unserer selbstgemachten Gefangenschaft (v.a. auch dank eigener Erfahrung ;) ).

 

Das Leben kann dir nur immer das beste bringen. Das, was dir am meisten dient. Anders geht es nicht! Wenn du das, was das Leben dir bringt, also alles, jeder Sachverhalt, jedes Gefühl, jede Person, oder jede Situation, die gerade jetzt in deinem Leben ist... wenn du nur etwas davon ablehnst, dann lehnst du das Leben selbst ab.

Ja du lehnst dich selbst ab! Denn du hast dir all das selbst gemacht!

 

Glaubst du nicht?

 

Ein Beispiel:

Ich wünschte mir stets so sehr, gesehen zu werden. Ich habe Jaaaahre darunter gelitten, dass niemand mich sieht. Dass keiner meine wahren Talente, meine Grösse bzw das Geschenk sieht, das ich auf die Welt bringe. Ich war oft sehr wütend auf alle und alles, weil mich niemand erkannte.

 

Bis ich merkte und kleinlaut zugeben musste, oh, ähm, oops...ich habe mich ja gar nie gezeigt...;-)

Ich habe mich versteckt und war dann wütend darüber, dass mich keiner sieht. LOL

 

Ich habe mich unsichtbar gemacht, weil ich selbst davon überzeugt war, dass ich absolut keinen Wert habe. Und dann habe ich erwartet, dass jemand kommt und mich total wertvoll findet?

Auch wenn es vielleicht ein paar versucht haben – glauben konnte ich so natürlich keinem.

 

Das perfekte selbstgemachte Gefängnis :)

 

Ja so machen wir Menschen das in allen nur denkbaren Bereichen und leiden. Müssen wir aber nicht mehr. Wir machen es, solange wir uns von Dingen und Erlebnissen aus der Vergangenheit steuern lassen. Wir haben also zB. einmal etwas sehr schmerzhaftes erlebt, als wir uns gezeigt haben. Ja klar, dann war es damals besser sich zu schützen und sich in dieser Umgebung nicht mehr zu zeigen.

 

Jedoch, die Umgebung hat sich geändert, alles hat sich geändert, nur wir haben immer noch die Überzeugung in uns: Wenn ich mich zeige, dann tut es weh. Oder: Wenn ich für mich einstehe, werde ich verlassen. Oder: Wenn ich mich nicht unterordne, sterbe ich. Oder was auch immer. Das ist genau dasselbe wie so ein „Wenn-Dann-Satz“ in der Informatik beim Programmieren. Und ja tatsächlich, wir SIND damit programmiert. Und wie ein Programm können wir, solange so ein Satz aktiv ist, nichts anderes produzieren und erleben als immer wieder neue Situationen, die uns unseren Satz bestätigen: Wenn dies, dann das.

 

Und doch ist das ja genau der einzige Weg, uns selbst immer wieder daran zu erinnern, bzw uns immer wieder von neuem die Chance zu geben zu erkennen, was für destruktive Glaubensmuster wir unterhalten, sprich in welchen mentalen Gefängnissen wir uns selbst gefangen halten.

 

Die Befreiung geschieht, wenn eines Tages ein neugieriger Programmierer vorbeikommt und all diese alten Sätze mal beginnt zu überprüfen. Einer, der mal all den alten Kram ausmisten will. Er stösst dann auf Sätze, die längst keinen Sinn mehr machen und auf solche, die total veraltet sind. Oder gar auf solche, die das ganze System schädigen.

 

Dieser Programmierer sind wir selbst. Indem wir neugierig, mit Forschergeist, dh objektiv und losgelöst von unserer eigenen Geschichte beginnen uns selbst unter die Lupe zu nehmen. Dazu brauchen wir Willen (den wir oft spätestens durch Leidensdruck automatisch entwickeln), Geduld und Mitgefühl mit uns selbst, indem wir erkennen, dass es zu unserem Weg gehört, was uns da passiert.

Indem wir wenigstens beginnen uns der Tatsache zu öffnen, dass alles, was uns das Leben bringt, ein Geschenk ist, das uns hilft uns selbst zu erkennen und uns somit aus unseren selbstgemachten Gefängnissen zu befreien.

 

Alles Liebe.

Suva

 

 

..DIY!!! :D