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❀ Sucht & Missbrauch beenden ❀

Liebe Blütenlesende

 

Um Sucht und Missbrauch zu beenden, muss man sie entwurzeln. Um sie zu entwurzeln, muss man sie verstehen, man muss wissen, woraus sie erwachsen, wie sie zusammengewachsen sind, in welchen Bedingungen sie gedeihen.

 

Ich habe gebuddelt und ein paar Dinge gefunden, die ich in dieser für mich wohl wichtigsten Blütenlese bisher gerne teilen möchte:

 

 

 

In dem Ausmass, in dem wir uns unsere eigenen Bedürfnisse und Herzenswünsche nicht erfüllen, verbiegen wir andere, um sie von ihnen erfüllt zu bekommen.

 

 

Wir glauben, dass wir das, was wir uns am sehnlichsten wünschen, nicht verdient haben. Wir glauben wir seien es nicht wert. Dass wir uns selbst so geringschätzen ist dermassen schmerzhaft, dass wir unseren Blick längst davon abgewendet haben. Und doch haben wir diese tiefe Sehnsucht - nach dem wahren zu Hause, nach der wahren Liebe, denn darauf laufen alle unseren tiefsten Wünsche am Ende hinaus. Es zerreisst uns. So wenden wir uns verzweifelt an andere in der Hoffnung, dass SIE uns wertvoll genug finden und uns geben, was wir so sehnlichst brauchen.

 

 

Diese Rechnung kann jedoch niemals nachhaltig aufgehen, da das Gegenüber dir immer deine eigene innere Wahrheit spiegelt. Und so wirst du immer und immer wieder von deinen Mitmenschen, Freunden, Partnern, Lebensumständen enttäuscht, auf dass du irgendwann einmal endlich deiner Selbsttäuschung auf die Spur kommen mögest und beginnst selbst wirklich gut und liebevoll für dich zu sorgen.

 

 

Dann wird der Weg (oder die Bühne!) frei auch für Menschen im Aussen, die dir mit Freude deine Bedürfnisse erfüllen. Sie werden es gerne tun, weil sie keinen Zwang, kein Müssen mehr fühlen bei dir, sondern es aus freien Stücken tun oder lassen können. Und ob sie es tun oder nicht wird für dich ohnehin zweitrangig sein. Denn du bist nun aus und in dir selbst glücklich. Du bist nicht mehr abhängig im Sinne von süchtig nach anderen.

 

 

Missbrauch beginnt bei uns selbst.

 

Missbrauch anderer beginnt mit der Missachtung unserer Selbst.

 

 

Und Missachtung unserer Selbst beginnt mit dem Glauben, dass man so wie man ist, nicht richtig sei, nicht liebenswert, nicht willkommen.

 

Jeder Missbrauch beginnt mit dem Glauben, dass man selbst wertlos sei.

 

 

Diesen Glauben haben wir kollektiv, bewusst oder unbewusst, weil wir alle selbst in mannigfaltigster Weise missbraucht worden sind. Und so ist es unsere Gesellschaft, dieses System, das den Missbrauch anstiftet, ja nein, sogar implizit heranzüchtet. *

 

 

Solange du selbst dir nicht wagst zu geben, was du wirklich brauchst, wirst du andere dafür missbrauchen wollen. Und/oder dich mit allerlei (anderen) Süchten abzulenken versuchen, was auch nichts anderes als ein Missbrauch ist, einfach einer, der anstatt an Menschen an Substanzen, Tätigkeiten oder welchen anderen Dingen auch immer geübt wird.

 

 

Sucht ist die zwanghafte Suche nach dem, was man wirklich braucht, von dem man aber glaubt es nicht verdient zu haben.

 

 

So findet die Suche der Sucht, wie bereits oben erklärt im Aussen statt anstatt in uns selbst.

 

 

Sobald Selbstliebe nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern wahrhaftig, also mit Taten!, gelebt wird, findet die bedingungslose Liebe den Boden, auf dem sie gedeihen kann.

 

Und sobald du erfüllt bist von dir und durch dich selbst, weil du ja weisst, dass du dir selbst erfüllen kannst, was du dir wirklich wünschst, wirst du den Wunsch verspüren, dass andere dasselbe Glück, dieselbe tiefe stille Freude auch erfahren mögen. Und dieses Glück wünschst du ihnen ohne es in irgendeiner Weise von dir abhängig zu machen. Du stellst keine Bedingungen mehr daran wie deine Mitmenschen zu sein haben, damit du sie lieben kannst.

 

 

Du hast die Liebe in dir verwirklicht. Du trägst sie mit dir herum.

 

Das ist die wahre Liebe. Das ist die Liebe, die uns alle heilt.

 

 

 

 

Alles Liebe.

Suva

 

 

* hier lade ich dich dich dazu ein, dir selber Gedanken zu machen darüber, warum das so ist. Siehe dazu auch das follow-up "System und MIssbrauch".