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❀ frau sein ❀

 

Liebe Blütenlesende

 

 

Was ist Weiblichkeit?

 

Oder anders gefragt: Wo ist sie bloss geblieben??!

 

 

 

Das einzige, worin sich Männer und Frauen heutzutage noch unterscheiden, scheint zu sein, dass die einen Kinder gebären können und die anderen nicht.

 

Das allein also macht eine Frau heute aus (?!). Im ganzen Rest haben es die Frauen „geschafft“, es den Männern gleich zu tun. Sie rackern sich im Beruf ab, erreichen Ziele, Ansehen, ellbögeln sich durch, setzen sich als Superfrauen in Szene, sind ständig aktiv, am machen, am rennen.

Anders haben wir es nicht gelernt, anders gibt es keinen Beifall.

 

 

Leider muss man bemerken: geschafft ist da noch herzlich wenig.

 

 

Was bisher im Namen der sogenannten Emanzipation gelaufen ist, hat gewiss wichtige Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung gebracht, es hat jedoch genau nichts dazu beigetragen, dass frau als Frau in ihrem So-Sein wertgeschätzt und (an)erkannt wird.

 

Im Gegenteil.

 

 

Frauen wollen Männer sein.

 

Und Frauen SOLLEN auch wie Männer sein. Für die Wirtschaft ist das passender.

 

 

Diese Art der Emanzipation führt nicht zu Befreiung, sondern nur weiter in Versklavung und Unglück. Und zwar für beide Geschlechter.

 

Niemand redet hier davon, dass es keine Gleichberechtigung geben soll, dass keine Gleichwertigkeit herrschen soll zwischen den Geschlechtern. Das steht ja wohl ausser Frage. Gleichwertig, ja, logo, aber das ist nicht gleichbedeutend mit „gleich“! Gleich wie ein Mann sein zu wollen, nimmt der Frau jegliche Identität und Anbindung an ihre Natur und somit ihre Kraft.*

 

Aber wie viele von uns haben nicht schon als Kind bewusst oder unbewusst entschieden, lieber ein Junge sein zu wollen, weil wir täglich erlebten und sahen, dass Jungs (kleine und grosse!) mehr beachtet wurden, mehr recht bekamen, alles entscheiden durften und somit irgendwie mehr Wert zu haben schienen? Währendem Frauen einem erzählten, man müsse halt still sein, man müsse zufrieden sein, mit dem was man hat, man könne als Frau dies und jenes eben einfach nicht, Punkt?!

 

 

Generationen von Mädchen wuchsen und wachsen in diesem auf übertriebene Männlichkeit ausgerichteten System auf ohne den geringsten, gesunden Selbstwert entwickeln zu können, ohne zu wissen, was ihr Wert und ihr Geschenk als Mädchen und Frau ist. Und ohne dieses Selbstbewusstsein ist es ein leichtes, sich dahingehend manipulieren zu lassen, dass sie sich erst wertvoll fühlen, wenn sie beruflich erfolgreich sind, wenn sie von Männern begehrt werden undoder so aussehen wie die Models auf den Plakaten. Mit anderen, etwas ungeschönteren Worten: Dass sie sich erst wertvoll fühlen, wenn sie von einem Mann gef**** werden. Und wenn das nicht gegeben ist, muss halt eine Karriere her.

Entschuldigt die Ausdrucksweise. Ich mag mich eigentlich nicht gern so derb ausdrücken. Aber leider es ist es so oft einfach die Wahrheit.

 

Frauen kennen ihren Wert selbst nicht und wundern sich dann, warum Männer nur mit ihnen ins Bett wollen oder aber im anderen Extrem, immer nur ihre Kumpels sein wollen, und sie nicht wirklich als Frau interessant finden.

 

 

Und auch wenn frau einen „guten“ erwischt, der sie einigermassen ernst nimmt und als gleichberechtigtes Wesen behandelt, so wird ihr ihre verkrüppelte Identität doch auch noch das Glück im Bett vermasseln.

 

Es klingt paradox, aber auch im Bett verhalten sich die meisten Frauen wie Männer (und ihre Männer behandeln sie auch so!) und wundern sich dann, warum das alles nie so wirklich erfüllend ist für sie.

 

Die Vermännlichung ist so weit gegangen, so tief eingeprägt, dass frau sogar auf männliche Art an die Sexualität herangeht, anstatt dort ihre tiefe, ozeangleiche Weiblichkeit einzubringen, die es auch dem Mann erst ermöglichen würde, die spirituelle Dimension von Sex kennenzulernen.

 

Es ist etwas vom Traurigsten, was wir uns geschaffen haben: In den Betten der allermeisten (heterosexuellen!) Paare, rackern sich im Grunde zwei Männer ab, um das Ziel Orgasmus zu erreichen. Mit freudvoller Lust hat das nur wenig zu tun und schon gar nicht mit Liebe.

 

Liebe und Lust leben und wachsen durch den Austausch zwischen zwei energetisch gegensätzlich geladenen Polen. Das geschieht zum grössten Teil von ganz allein. Da muss man nichts tun! Das ist das Wunder der Natur.

 

 

Das Wunder der Natur ist, dass es männlich gibt und weiblich. Positiv und negativ. Tag und Nacht. Sommer und Winter. Einatmen und Ausatmen. Dazwischen, und nur dazwischen, kann das Leben fliessen.

 

Wenn zwei das Gleiche sein wollen,

kommt nichts ins Fliessen und

alles bleibt ein Krampf.

 

 

Alles Liebe.

Suva

 

 

 

* Nicht dass die Männer keine ähnlichen Probleme hätten, aber das steht auf einem anderen Blatt.