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Sein: Q & A

Fragen und Antworten zu "Sein: eine Anleitung".

 

 

Wie merke ich, welche Handlung passieren will?

Ganz einfach! Was passieren will, zeigt sich uns durch Lust, durch Freude! Wenn freudvolle Lust auf etwas in dir aufsteigt, dann denkst du gar nicht mehr nach, sondern findest dich plötzlich schon mittendrin im Handeln. Voilà le flow ;)

 

 

Warum muss ich dafür zuerst „ins Sein tauchen“? Ich kann ja auch so einfach tun, wozu ich Lust habe.

Ja, kannst du natürlich schon. Du bist frei :) Die Sache ist einfach die...Wenn du nicht im Sein den Boden auf den Füssen hast, dann schwemmen dich leicht andere Strömungen mit, solche, die nicht von derselben Quelle stammen. Du kannst es eigentlich ganz gut – vielleicht erst im Nachhinein – daran erkennen: Ist der Antrieb, aus dem ich etwas tue, reinste, freie, zwanglose Freude und gereicht die Sache mir auch währenddem zu Freude? Bleibt auch danach Freude übrig? Freude im Herzen? Freude, Freude, Freude – das soll dein einziges Kriterium sein. Das ist zum Beispiel bei Gelüsten, mit denen wir die oben genannte höchste Freude oft leicht verwechseln, nicht gegeben.

 

 

Ich habe es versucht, und es wollte einfach gar nichts passieren!

Gar nichts ist doch auch etwas! Hör auf zu denken, und erwarte auch nichts. Im Sein ist nur Sein, sonst nichts. Etwas erwarten, darauf warten, dass etwas passiert, mit dem festen Wunsch, dass etwas passieren MÜSSE, ist nicht Sein. Sein erwartet nicht, Sein ist. Sein hat keine Präferenz dahingehend, was passieren soll und was nicht. Sein lässt sich einfach von sich selbst überraschen ☺

 

Denn alles, was sich zeigt oder eben auch nicht, ist ein Geschenk des Lebens. Wenn nichts passieren will, dann nimm das Geschenk an. Wie schön ist es doch, einfach nichts tun zu müssen. Wie lang es wohl her ist, dass du dir das wirklich gegönnt hast? Nichts tun, nichts lesen, nichts grübeln, nichts bewegen, niemandem und keiner Sache zuhören. Keine Ablenkung. Nur leben. Nur atmen. Einfach loslassen und spüren wie sich Leben anfühlt.

 

 

Ok, aber hey, es passiert auch beim zweiten und dritten Mal noch nichts! Das kann doch nicht gut sein für mich!

Wie gesagt, gib das Denken, das Werten auf. Das hat im Sein keinen Sinn. Dass nichts-Tun so schlecht für uns sei, wer sagt denn sowas? Bzw ja, das hat uns irgendjemand eingeredet. Aber wenn das Leben gerade scheinbar nichts von dir will, dann ist das eben gerade das beste für dich. Wahrscheinlich hast du, wie die meisten, Jahre damit verbracht immer zu viel zu tun, viel mehr als eigentlich gut gewesen wäre für dich. Nun nimmt das Leben die Gelegenheit wahr und strebt nach Ausgleich.