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❀Leben & Sterben in zwei Welten❀

 

Liebe Blütenlesende

 

 

Im Moment winde ich mich in Schmerzen und schwitze Blut.

 

Werde zerrissen zwischen der Wahrheit, die mein Herz mir förmlich zuschreit und der scheinbar noch diametral entgegengesetzten „Realität“ im Aussen.

 

 

Mein Herz zeigt mir revolutionäre Dinge...Dinge, die mir so selbstverständlich sind, die ich aber doch kaum auszusprechen wage. Ich schäle mich seit ein paar Tagen mit ihnen aus mir selbst heraus, ich kann sie nicht mehr bremsen.

 

 

Dieser Prozess fühlt sich an wie Geboren werden und Sterben (und Pubertieren!!) zugleich. Jedoch muss ich, das Kind, mich selbst zur Welt bringen. Es braucht alle meine Kraft. Ich bin der schlüpfende Schmetterling, der es noch nicht ganz aus der alten Haut herausgeschafft hat, mit Fühlern, Augen und Vorderbeinen schon frei, mit dem Rest des Körpers noch im Kokon feststeckend, der so trocken, so tot schon ist, aber so verklebt mit seiner neuen zarten Haut, dass er, auch nicht mit grösstem Kraftaufwand in der Lage zu sein scheint ihn abzustreifen.

 

Aber er muss. Sonst stirbt er.

 

 

Viele Jahre lebte ich in zwei Welten. Nicht mehr lange kann und wird das gehen. Oder ich sterbe. Genau so fühlt es sich an.

Das Alte wird immer schmerzhafter. So eng, so sinnlos. So eklig.

 

Niemals hätte ich mir vorstellen können wie schmerzhaft Unwahrheit sein kann.

 

 

Und ich kann mir kaum erklären, wie ich so lange darin „leben“ konnte. Es ging wohl eben nur, weil ich selbst noch Raupe war und in der stacheligen, dicken Raupenhülle Platz fand; diese Hülle, die mir nun, innerlich neu geboren, längst zu eng geworden ist.

 

Das Alte kotzt mich so an. Es ist so überlebt. Es verwest und stinkt zum Himmel. Ich habe nicht mal mehr Bock den „Alten“ das Neue zu erklären. So offensichtlich ist doch alles.

 

 

Ich will nur noch raus und frei sein und fliegen.

 

Suva