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❀ die Ursache von Streit ❀

Liebe Blütenlesende

 

Streit entsteht nur, wenn die Beteiligten irgend eine innere Blockade haben, die macht, dass sie sich nicht echt und gelöst, nicht urteilsfrei ausdrücken können.

 

 

Streit entsteht, wenn ich das, was sich äussern möchte, das, was natürlicherweise aus mir heraus möchte, selber verurteile und darum zurückhalte. Das kann dann zu einer Art Vulkaneffekt führen. Je länger ich etwas unterdrücke, desto stärker wird der Druck darunter, so dass es einfach irgendwann heraus explodiert und dabei dann eben auch Schaden anrichten kann.

 

Wenn man sich und anderen einfach erlaubt, so zu sein wie man ist/wie sie sind, dann gibt es keinen Streit im Sinne von verletzendem Schlagabtausch, endlosen Tränen oder sich ewig im Kreis drehen und nur um Kleinigkeiten herum zanken. Dass man sich so um Kleinigkeiten herumbewegt aber dann doch nie zufrieden ist oder nie zu einer Lösung kommt, ist ja nur – und das ist eigentlich das Lächerliche daran - weil man sich das, worum es EIGENTLICH geht nicht zu sagen erlaubt oder getraut. Deshalb verlagert man sich auf den erstbesten Nebenschauplatz, die berühmte Zahnpastatube zum Beispiel, nimmt alle Emotionen mit rüber, und dann dreht sich alles um diesen Ersatz-Kern, denn den eigentlichen darf man ja nicht sagen.

 

Es ist wirklich ein Witz, denn solange man nicht sagen kann, worum es geht, kann sich auch nichts lösen.

 

Und das ist die wohl grösste Ironie an der Sache: Drücke ich urteilsfrei aus, was mich bedrückt, gibt es meist gar nichts mehr zu lösen, denn dieses Fliessen-Lassen war bereits die Lösung, die gebraucht war. Wir müssen zwischenmenschlich kaum je wirklich ein Problem MITEINANDER lösen, nur in uns selbst alle Zwangsjacken, alles Müssen, Sollen und Nicht-Dürfen lösen und die Gefühle wieder frei fliessen lassen.

 

Darin liegt der Schlüssel für eine gewaltfreie Welt.

 

Indem wir das leben und weitergeben, schaffen wir eine Gesellschaft, die gar nicht mehr lernt, dass es erwünschte und unerwünschte Gefühle gibt. Sondern, dass es einfach Dinge gibt, die passieren (wir nennen es Leben...), und dass alles dazugehört. Dass alles zum Ganzen gehört. So schaffen wir eine Gesellschaft aus Menschen, die weinen dürfen und fröhlich sein. Die Angst haben dürfen und scheu sein, aber auch selbstbewusst ihr ganzes Licht ausstrahlen. Denn das eine geht ohne das andere nicht und wer seinen Schmerz versteckt, der hindert auch seine wahre Grösse daran sich zu zeigen.

 

 

Alles Liebe.

Suva