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du findest dein leben mühsam? wait a minute...

(vom 18.12.16)
"Stell dir ein Computerspiel vor. Um ins nächste Level zu kommen, musst du einige, vom Spiel vorbestimmte, dir aber unbekannte Gegenstände finden und mitnehmen. Erst wenn du alle erforderlichen Sachen gefunden hast, kommst du weiter. Nun stell dir vor, da gibt es zum Beispiel eine Öllampe, einen Edelstein, einen süssen Wein, eine Schale mit tropischen Früchten,... aber auch einen toten Vogel und ein benutztes, ekliges Stofftaschentuch, das irgendwo am Boden liegt.

Wenn du nun bei diesen Dingen findest, "bäh, also nein, damit geb ich mich nicht ab, das nehm ich nicht mit, ich schau mich lieber um, ob ich was besseres finde", dann, ja dann kannst du so lang du willst noch in der Welt dieses Levels umherstreifen - solange du den Vogel nicht anfasst, und das Taschentuch nicht einsteckst, wird es für dich nicht weitergehen. Klar, anfangs wirst du dir noch eine gute Zeit machen, wirst den Wein trinken und die Früchte essen. Aber irgendwann ist alles getrunken und gegessen und der Edelstein ist dir auch überdrüssig geworden. Du gehst in deiner Welt herum und alles, was dir begegnet sind tote Vögel und eklige Taschentücher! ;) So eine Welt wird dir immer mehr zuwider, aber indem sie dir immer öfter tote Vögel und feuchte Taschentücher vor die Füsse legt, schubst sie dich nur dazu an, diesen elenden toten Vogel endlich anzunehmen (vielleicht kannst du ihn ja mit Hilfe des Taschentuchs besser greifen! ☺). Je länger dein Widerstand dauert, desto unangenehmer wird das Spiel. Und erst, wenn dir dämmert, dass dies, dieser tote Vogel, der Schlüssel zur nächsten Ebene ist, dann die Erlösung.

...
Siehst du, dein Leben ist dieses Computerspiel."

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